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Auf dieser Seite findest du sozusagen mein Bücherregal - bzw. einen kleinen Auszug daraus. Hier stelle ich dir meine Lieblingsbücher anhand kurzer Inhaltsangaben und meiner persönlichen Meinung vor. Vielleicht ist ja das ein oder andere Buch für dich dabei.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

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Als "Auftaktspost" für meinen Blog möchte ich dir heute eines meiner Lieblingsbücher vorstellen. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green. Ich hatte, bis ich es im Hugendubel entdeckt habe, noch nie etwas von diesem Buch oder John Green gehört. Danach gegriffen habe ich, wegen dem schönen Einband und dem außergewöhnlichen Titel. So suche ich mir eigentlich die meisten meiner Bücher aus. Lustigerweise greife ich ganz automatisch immer nach den Büchern, die mir wirklich gefallen und das obwohl ich nur nach dem Einband bzw. viel mehr nach dem Titel gehe. Ich weiß, man soll "ein Buch nicht nach dem Einband beurteilen", aber diese Methode hat sich bis jetzt für mich bewährt.

 

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" - eigentlich ein Jugendbuch. Meiner Meinung nach sollte es aber jeder mindestens einmal gelesen haben, denn es geht wirklich an's Herz und bringt einen zum nachdenken. Vorweg kann ich sagen, dass ich alle bis jetzt erschienen Bücher von John Green gelesen habe und ich seinen Schreibstil wirklich sehr mag. Ich finde, er malt mit den Worten und löst die unterschiedlichsten Gefühle (in mir) aus. So stelle ich mir ein gutes Buch vor, das man darin versinkt, lachen und weinen kann und danach die Welt irgendwie ein bisschen anders sieht. Okay, das klingt jetzt sehr seltsam, aber so ist es eben für mich :-) Ich muss auch zugeben, dass ich neben historischen Romanen und Psycho Thrillern bevorzugt "Krebsbücher" bzw. "Problembücher" lese. Eigentlich am aller liebsten. Wieso kann ich nicht wirklich sagen. Ich glaube, es liegt einfach an diesem Gefühl, das man hat, wenn man so ein Buch ausgelesen hat. Wie dem auch sei - da ich hauptsächlich solche Bücher lese, kann ich guten Gewissens sagen, dieses ist das Beste was ich bis jetzt zu diesem Thema gelesen habe.

 

So genug "gequatscht", hier hast du meine Zusammenfassung zu "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green. Wenn du das Buch noch nicht gelesen hast, würde ich dir empfehlen erst ab "Meine Meinung" zu lesen, da doch einige inhaltliche Details verraten werden. Ich habe mich zwar unter dem Punkt "Inhalt" versucht knapp zu halten, aber für manch einen könnte das dennoch zu viel sein.


Inhalt

Die 16 jährige, krebskranke Hazel Grace Lancaster besucht - auf Drängen ihrer Eltern - eine Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche und lernt dort den 17 jährigen Augustus "Gus" Waters kennen, welchem infolge eines Knochentumors ein Bein amputiert werden musste. Die beiden verstehen sich auf anhieb sehr gut, doch Hazel hält Gus auf Abstand, da sie ihn mit ihrem unvermeidlichen Tod nicht verletzten will. Sie selbst bezeichnet sich als Zeitbombe und möchte deshalb keine engen Kontakte knüpfen, da sie niemanden verletzten möchte. Es lässt sich jedoch nicht vermeiden, dass die beiden Gefühle für einandner entwickeln. Als sich Hazels Zustand verschlechtert und sie für einige Zeit ins Krankenhaus muss, besucht Gus sie mehrfach und gibt ihr zu verstehen, dass er nicht aufgeben werde und sie ihm mehr bedeutet als der Schmerz, der ihn ihretwegen erwartet. Als es ihr besser geht und sie das Krankenhaus verlassen darf, überrascht er sie mit Ihrem Herzenswunsch. Mit Hilfe einer Stiftung, welche krebskranken Kindern ihre Herzenswünsche erfüllt, reist er mit Hazel und ihrer Mutter nach Amsterdam, um den Autor ihres Lieblingsbuches, Peter van Houten, zu treffen. Dieses Treffen endet jedoch in einer Enttäuschung, da sich van Houten als zynischer und verbitterter Alkoholiker entpuppt, der die beiden beleidigt. Es stellt sich heraus, dass die Einladung von seiner Sekretärin Lidewij Vliegenthart stammte. Nach dem Ausbruch des Autors besuchen die beiden zusammen mit Lidewij Vliegenthart das Anne-Frank-Haus, indem Hazel und Gus sich das erste mal küssen.


Achtung Spoiler!

Am Ende der Reise erfährt Hazel, das Gus' Krebs zurück ist und er die Krebstherapie für sie und die Reise unterbrochen hat. Er wird in naher Zukunft sterben. Wieder zu Hause beginnt er eine weitere, starke Therapie bei der ihm Hazel zur Seite steht, doch sein Zustand verschlechtert sich rapide. Um die Nachrufe seiner Freunde auf sich hören zu können, veranstalten Isaac, Gus und Hazel eine Vor-Beerdigung. Acht Tage später stirbt Gus. Hazel gibt sich bei der Beerdigung große Mühe die Angehörigen zu trösten und beschließt kurzfristig einen anderen Nachruf vorzutragen, da Beerdigungen ihrer Meinung nach für die Lebenden sind. Auch Peter van Houten erscheint zur Beerdigung. Er erzählt Hazel, dass seine Tochter vor Jahren an Krebs gestorben sei und er ihre Leidensgeschichte in sein Werk "Ein herrschaftliches Leiden" einfließen lies. Da Hazel ihn bei ihrem Besuch so sehr an sie erinnert hat, reagierte er so feindselig.

 

Zum Ende erfährt Hazel, das Gus für sie etwas geschrieben hat. Verzweifelt sucht sie danach, findet es jedoch nicht. Unterdessen findet Lidewij den Brief von Gus an Hazel zwischen der Fanpost von van Houten und sendet ihn ihr zu. Der Brief ist ein Nachruf an Hazel, mit dem Ende ihres Lieblingsbuches.


Meine Meinung

Während des Lesens sind bei mir sehr oft Tränen geflossen. Mal vor Trauer oder Rührung und mal vor Lachen. Dieses Buch hat mich von Seite 1 an gefesselt. John Green hat realistische und liebenswerte Charaktere erschaffen, die einen begleiten, auch wenn man das Buch schon längst ausgelesen hat. Man fiebert mit ihnen und vermisst sie schon vor der letzten Seite.

 

Zudem hat John Green einen unglaublich schönen, gefühlvollen Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt. Das Buch hat viel Tiefgang, ohne schnulzig und rührselig zu werden. Der Autor geht ernst und direkt mit dem Thema Krebs um und verherrlicht nichts. Die Charaktere wirken so echt, so real, als wären sie aus dem Leben gegriffen. Sie sind aber, genau wie eines der Medikamente zur Krebsbehandlung, frei erfunden.

 

Auf der einen Seite konnte ich nicht aufhören zu lesen, weil mich dieses Buch so gefesselt hat. Auf der anderen Seite hatte ich schon Angst vor dem Ende des Buches. Ich wollte nicht dass es vorbei ist, wollte die Figuren und die Geschichte nicht gehen lassen. Es hat - zumindest meine - Sicht auf die Dinge verändert.

 

Ganz klare Leseempfehlung!

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